Alarich-Weiss-Preis 2017

31.05.2017

Alarich-Weiss-Preis 2017

Masterarbeiten von Herrn Fuchs und Herrn Schmidt ausgezeichnet

Herr Thomas Fuchs (li.) und Herr Torben Schmidt (re.) wurden für ihre herausragenden Masterarbeiten mit dem diesjährigen Alarich-Weiss-Preis ausgezeichnet.
Herr Thomas Fuchs (li.) und Herr Torben Schmidt (re.) wurden für ihre herausragenden Masterarbeiten mit dem diesjährigen Alarich-Weiss-Preis ausgezeichnet.

Aus Anlass seines 70. Geburtstages haben die Schüler von Professor Alarich Weiss 1995 einen Preis für exzellente Arbeiten in Physikalischer Chemie an der Technischen Universität Darmstadt gestiftet. Damit wird jährlich eine hervorragende Masterarbeit von Studierenden im Fachbereich Chemie (Eduard-Zintl-Institut) ausgezeichnet. Der Alarich-Weiss-Preis ist mit 500 Euro dotiert. Über die Auswahl entscheidet ein Kuratorium bestehend aus Vertretern der Industrie und der Hochschule.

Die diesjährigen Preisträger sind Herr M.Sc. Thomas Fuchs und Herr M.Sc. Torben Schmidt, die beide ihre Masterarbeit im Arbeitskreis von Herrn Prof. Dr. Rolf Schäfer (Physikalische Chemie) angefertigt haben.

Das genaue Verständnis der Eigenschaften von Objekten im Nanometerbereich, insbesondere deren Größen- und Zusammensetzungsabhängigkeit, ist für die Entwicklung der modernen Nanotechnologie von großer Bedeutung. Dazu ist es notwendig, vor allem die elektronische und magnetische Struktur nanoskaliger Systeme auf einer atomaren Ebene besser verstehen zu können. Daher werden im Arbeitskreis Schäfer sogenannte Cluster, also Aggregate, die aus einigen wenigen Atomen oder Molekülen bestehen, genauer erforscht.

Herr Fuchs hat im Rahmen seiner Masterarbeit „Simulation eines Molekularstrahl-Elektronenspinresonanz-Experiments“ die Aufgabe übernommen, das Ablenkverhalten von magnetischen Clustern in Stern-Gerlach- und Rabi-Experimenten zu untersuchen. Dazu hat er sich in den Formalismus der Wigner-Wahrscheinlichkeitsverteilungsfunktionen eingearbeitet, um so die Flugbahn der Cluster infolge der Wechselwirkung mit statischen und zeitlich veränderlichen magnetischen Feldern zu berechnen und im Orts- und Impulsraum abzubilden. Seine Arbeit belegt dabei eindrucksvoll, dass es mit einem geeigneten Versuchsaufbau zukünftig möglich wird, die magnetischen Momente von Clustern mit bisher nicht erreichter Genauigkeit zu bestimmen.

Herr Schmidt ist es gelungen, in seiner Masterarbeit „Vereinigung von Theorie und Experiment zur Beschreibung einer Clusterdepositionsapparatur“ einen kompletten Versuchsaufbau für die Deposition von Clustern in einem Simulationsprogramm für Ionentrajektorien nachzustellen und zu optimieren. Um die globale Optimierung der Clustertransmission zu erreichen, hat Herr Schmidt das Simulationsprogramm mit einem heuristischen Optimierungsverfahren gekoppelt und damit erreicht, dass die Transmission der Cluster signifikant gesteigert werden kann. Damit ergeben sich deutlich kürzere Depositionszeiten, wobei die so auf Oberflächen deponierten Cluster einer ganz bestimmten Größe und Zusammensetzung vielversprechende Modellsysteme für die heterogene Katalyse sind.

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