Rahmenprogramm

Rahmenprogramm am 19.9.2012

Am Mittwoch, dem 19.9.2012 bieten wir ein Rahmenprogramm an:

Besuch des Merck-Museums (40 Teilnehmer) und zwei Führungen über die Mathildenhöhe in Darmstadt (je 25 Teilnehmer).

Alle 3 Führungen sind über die GDCH buchbar.

Besuch des Merck-Museums

Herzlich willkommen im Merck Museum,

Auf über 400m² machen wir die nahezu 350 Jahre junge Tradition des ältesten pharmazeutisch-chemischen Unternehmens der Welt erlebbar. Sehen Sie beispielsweise, mit welchen Werkzeugen, Zutaten und Rezepten Friedrich Jacob Merck im Jahre 1668 in der Darmstädter Engel Apotheke gearbeitet hat. Oder begleiten Sie zusammen mit Emanuel Merck im Jahre 1827 den Wandel von der Apotheke hin zum forschenden Unternehmen. Erfahren Sie mehr über Mercks soziales Engagement und viele weitere Unternehmensbereiche.

Sie können sich auch über ausgewählte Forschungs- und Produktionsschwerpunkte informieren: beispielsweise „die ersten biotechnologischen Vitamin-Syntheseverfahren der 1930er Jahre“ oder „von der Pille zur Tablette“ oder „die ersten Display-Prototypen mit Füßigkristallanzeige“…

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Führung über die Mathildenhöhe in Darmstadt

Treffpunkt ist der Nordeingang des Museums Künstlerkolonie. Die Führung dauert ca. 90 Minuten mit Besichtigung des Jugendstilensembles.

Die Mathildenhöhe ist die höchste Erhebung der Darmstädter Innenstadt. Im 19. Jahrhundert entstand dort eine Gartenanlage für den Hof des Großherzogs von Hessen-Darmstadt – benannt nach Mathilde Karoline von Bayern, der Gemahlin des damaligen Landesherrn. Berühmt geworden ist die Mathildenhöhe dann etwas später durch die Darmstädter Künstlerkolonie – als wegweisendes Zentrum des europäischen Jugendstils.

Die Gründung der Künstlerkolonie geht auf den hessischen Großherzog Ernst Ludwig zurück. Sein Leitspruch lautete: „Mein Hessenland blühe und in ihm die Kunst“. Großherzog Ernst Ludwig berief im Jahr 1899 sieben junge und innovative Künstler nach Darmstadt – Maler, Architekten, Bildhauer und Kunsthandwerker. Prägend für die Künstlerkolonie wurde der österreichische Architekt Joseph Maria Olbrich. Die Künstler sollten auf der Mathildenhöhe zukunftsweisende Wohnbauten erschaffen, samt ihrer kompletten Inneneinrichtung, vom Möbelstück bis zum Teller. Diese „Musterhäuser“ entstanden nach und nach in den Jahren bis 1914 und waren im Rahmen von vier großen Ausstellungen öffentlich zugänglich. In einigen dieser Bauten lebten die Künstler selbst. Die Häuser stehen teils heute noch, teils waren sie nur provisorische Ansichtsobjekte. Erhalten blieben mehrere Jugendstil-Villen nach Entwürfen von Joseph Maria Olbrich und das Haus von Peter Behrens, der als einer der führenden Vertreter des modernen Industriedesigns berühmt wurde.

Beeindruckend ist auch das zentral gelegene Ernst Ludwig-Haus mit den beiden Kolossalstauen am Eingang, dessen Name an den Gründer der Künstlerkolonie erinnert. Errichtet wurde der Bau zur ersten Ausstellung im Jahr 1901 nach Plänen von Olbrich, und zwar als gemeinschaftliches Atelier- und Festgebäude. Heute ist dort das „Museum Künstlerkolonie“ zuhause, das die Geschichte dieser außergewöhnlichen Kunstinitiative erzählt – eine Geschichte, die gerade einmal 15 Jahre währte, denn der Ausbruch des Ersten Weltkriegs bedeutete auch das Ende der Darmstädter Künstlerkolonie.