Starke hessische Partner für die Wirkstoffforschung

10.09.2020

Starke hessische Partner für die Wirkstoffforschung

Wissenschaftsministerin Angela Dorn überreichte zwei LOEWE-Bescheide für die Universität Marburg und die TU Darmstadt

Bescheidübergabe für den LOEWE-Schwerpunkt TRABITA: Wissenschaftsministerin Angela Dorn mit Koordinator Professor Felix Hausch und Vizepräsidentin der TU Darmstadt Professor Barbara Albert, . Bild: Chr. Stein
Bescheidübergabe für den LOEWE-Schwerpunkt TRABITA: Wissenschaftsministerin Angela Dorn mit Koordinator Professor Felix Hausch und Vizepräsidentin der TU Darmstadt Professor Barbara Albert, . Bild: Chr. Stein

Die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn überreichte heute in Marburg die Bewilligungsbescheide für die LOEWE-Schwerpunkte GLUE (G protein-coupled receptor Ligands for Underexplored Epitopes, koordiniert an der Philipps-Universität Marburg) und TRABITA (Transiente Bindungstaschen für die Wirkstoffentwicklung, koordiniert an der TU Darmstadt). Beide LOEWE-Projekte arbeiten an unterschiedlichen Schwerpunkten in der Wirkstoffforschung für Medikamente und haben gleichzeitig viele Berührungspunkte. Im Zentrum stehen bei beiden die Erforschung von Bindetaschen in Proteinen.

„Bei TRABITA suchen wir nach Wirkstoffen für Bindungstaschen, die es im Normalzustand gar nicht gibt“, sagt Professor Dr. Felix Hausch. „Solche Wirkstoffe ermöglichen einen völlig neuen Zugang zu einer ganzen Reihe von schwerwiegenden Krankheiten wie Krebs, Depression, Schmerz oder Fettleibigkeit.“ Die Sprecherschaft des LOEWE-Schwerpunkts TRABITA liegt bei Prof. Dr. Felix Hausch aus dem Fachbereich Chemie der TU Darmstadt. Beteiligt sind auch die Goethe-Universität Frankfurt und die Hochschule Darmstadt. TRABITA wird mit etwa 4,5 Millionen Euro für eine Laufzeit bis 2023 gefördert.

Medikamente mit weniger Nebenwirkungen sind das Forschungsziel von GLUE. Die Sprecherschaft des Schwerpunkts liegt bei Prof. Dr. Moritz Bünemann aus dem Fachbereich Pharmazie der Philipps-Universität Marburg. Beteiligt sind auch die TU Darmstadt, das Max-Planck-Institut für Herz und Lungenforschung in Bad Nauheim und die Goethe-Universität Frankfurt. Bei GLUE arbeiten Arbeitsgruppen der computergestützten Wirkstoffforschung, der pharmazeutischen Chemie, Biochemie, Strukturbiologie und Pharmakologie zusammen. GLUE wird mit etwa 4,4 Millionen Euro für eine Laufzeit bis 2023 gefördert.

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