Bakterienauswahl nach dem Aschenputtelprinzip

09.06.2008

Bakterienauswahl nach dem Aschenputtelprinzip

Hochgeschwindigkeitssuche nach technischen Enzymen

Wissenschaftler der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Harald Kolmar am Institut für Organische Chemie und Biochemie der TU Darmstadt haben ein neues Verfahren entwickelt, das die Isolierung maßgeschneiderter Enzyme für den Einsatz in der Biotechnologie und der Wirkstoffsynthese mindestens um den Faktor tausend beschleunigt. Den Darmstädter Wissenschaftlern gelang diese Beschleunigung, indem sie einzelne Enzym produzierende Bakterien durch Hochgeschwindigkeitszellsortierung isolierten.

In der nächsten Ausgabe der Zeitschrift „Angewandte Chemie“ (Becker et. al., Angewandte Chemie Int. Ed., 2008, Vol 47) berichten die Darmstädter Biochemiker über dieses Verfahren, das sie erstmals auf die Optimierung eines Ester spaltenden Enzyms angewandt haben. In einer einzigen Runde von Hochgeschwindigkeitssortierung von 100 Millionen Zellen gelang es, gewünschte Enzymvarianten zu isolieren.

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