Alarich Weiss Preisträger 2013 - Michael Langeloth

19.06.2013

Alarich Weiss Preisträger 2013 – Michael Langeloth

Dipl.-Ing. Michael Langeloth aus dem Arbeitskreis Theoretische Physikalische Chemie von Prof. Dr. Florian Müller-Plathe wurde am 19. Juni 2013 mit dem Alarich-Weiss-Preis ausgezeichnet. Er erhält den mit 1.000 Euro dotierten Preis für seine Diplomarbeit Wiederherstellung der Reptationsdynamik in DPD-Simulationen von Polymerschmelzen.

Michael Langeloth hat ein Computerprogramm entwickelt, welches die Dynamik von Schmelzen aus langen Polymerketten simuliert. Die Polymerketten werden hierbei stark vereinfacht dargestellt, was die Rechenzeit bedeutend verkürzt und die Behandlung vieler Fragestellungen erst ermöglicht. Sein Hauptaugenmerk lag darauf, dass die Polymerketten ein korrektes dynamisches Verhalten zeigen. Vereinfachte Polymermodelle besitzen häufig eine qualitativ und quantitativ falsche Dynamik, was daher kommt, dass sie die Verhakungen oder Verschlaufungen langer Polymerknäuel nicht richtig behandeln.

In seiner Arbeit hat Michael Langeloth einen Weg gefunden, einem stark vereinfachten und daher rechentechnisch sehr schnellen Polymermodell das qualitativ korrrekte dynamische Verhalten beizubringen. Dies eröffnet die Möglichkeit, viskoelastische Eigenschaften von Polymerschmelzen zu simulieren, wie sie zum Beispiel für die Kunststoffverarbeitung notwendig sind.

Alarich-Weiss-Preis am Fachbereich Chemie der TU Darmstadt

Alarich Weiss (gest. 1995) war von 1970 bis 1993 Professor für Physikalische Chemie an der damaligen Technischen Hochschule Darmstadt. Der Alarich-Weiss-Preis wurde von seinen Schülern anlässlich des 70. Geburtstags von Alarich Weiss für hervorragende Arbeiten in der Physikalischen Chemie an der TU Darmstadt gestiftet. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Über die Auswahl entscheidet ein Kuratorium bestehend aus Vertretern der Industrie und der Universität

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