Vorbildliche Lehre wird im Fachbereich Chemie dreimal belohnt

13.11.2014

Vorbildliche Lehre wird im Fachbereich Chemie dreimal belohnt

Athene Preis für Gute Lehre 2014 geht an Gastprofessor Dr. Prechtl und Prof. Dr. Müller-Plathe zusammen mit Prof. Dr. Nordmann

Gastprofessor Dr. M. Prechtl (re.) erhielt den Fachbereichs-Preis und Sonderpreis Gender & Diversity. Prof. Dr. F. Müller-Plathe (mi.) erhielt zusammen mit Prof. Dr. A. Nordmann (li.) den Sonderpreis für Interdisziplinäre Lehre. Foto: S. Minol
Gastprofessor Dr. M. Prechtl (re.) erhielt den Fachbereichs-Preis und Sonderpreis Gender & Diversity. Prof. Dr. F. Müller-Plathe (mi.) erhielt zusammen mit Prof. Dr. A. Nordmann (li.) den Sonderpreis für Interdisziplinäre Lehre. Foto: S. Minol

Prof. Dr. Florian Müller-Plathe vom Fachbereich Chemie erhielt zusammen mit Prof. Dr. Alfred Nordmann vom Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften den Sonderpreis „Interdisziplinäre Lehre“ in Höhe von 3.000 Euro für die Diskussionsveranstaltung „Chemische Kriegsführung. Erster Weltkrieg bis syrischer Bürgerkrieg“, die einen wichtigen Beitrag zum Thema Forschungsethik in Form einer gelungenen Verbindung von chemischem Wissen, Geschichte und Ethik liefert.

Der Sonderpreis Gender-sensible und Diversity-gerechte Lehre ging an KIVA-Gastprofessor Dr. Markus Prechtl vom Fachbereich Chemie für den außerordentlichen Einsatz im Bereich Gendersensibilisierung durch empirische Studien, Workshops und Seminare zum Thema Unterschiede im räumlichen Vorstellungsvermögen von Männern und Frauen und deren Konsequenzen für die Didaktik in der Chemie. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro. Dr. Prechtl erhielt ebenfalls den mit 2.000 Euro dotierten Fachbereichs-Preis der Chemie für sein außerordentliches Engagement und das didaktische Gesamtkonzept in den Seminaren zur Fachdidaktik im Bereich Chemie mit hohem Praxisbezug.

Der Preisträger Gastprofessor Dr. Markus Prechtl im Porträt

Dr. Markus Prechtl, Foto: Privat
Dr. Markus Prechtl, Foto: Privat

Er war für ein Jahr Gastprofessor am Fachbereich Chemie und hat gleich den Athene-Sonderpreis 2014 erhalten. In einem Pilotprojekt haben Markus Prechtl und Lehramtsstudenten erfolgreich eine Fortbildung für Lehrer angeboten. Dabei ging es um den geschlechtersensiblen Unterricht in Naturwissenschaften.

Studierende bilden Lehrer aus. Sie schlüpfen in die Rolle der Fortbilder und erhalten dafür umgehend das Feedback der Profis. Diese Idee hat Markus Prechtl, der als Studienrat im Hochschuldienst der Universität Siegen arbeitet, schon lange reizvoll gefunden. Der 38-Jährige ist Experte für Geschlechterforschung und Chemiedidaktik. Als er 2014 als Gastprofessor an die TU Darmstadt berufen wurde, um mit angehende Chemielehrern zu arbeiten, konnte er diesen Ansatz in die Tat umsetzen. Herausgekommen ist ein Preis gekröntes Konzept, das Prechtl gemeinsam mit seinen Lehramtsstudierenden entwickelt hat und das auf praktische Übungen mit spielerischer Komponente setzt. Ein Ansatz, der beide Seiten begeistert: Die angehenden Chemiepädagogen probieren möglichst früh ihre Ideen und Fähigkeiten aus und sehen, wie sie ankommen. Die Lehrer erfahren neue Methoden und können einen ganzen Katalog an Arbeitsmaterialien für ihren Unterricht mitnehmen.

Der Athene Preis für Gute Lehre

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2014 sowie die Stifterin und der Stifter. Foto: F. Fernandes
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2014 sowie die Stifterin und der Stifter. Foto: F. Fernandes

Der „Athene Preis für Gute Lehre“ der Carlo und Karin Giersch-Stiftung an der TU Darmstadt wird seit 2010 jährlich verliehen und ist mit insgesamt 40.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung wird an Einzelpersonen, Personengruppen oder an Organisationseinheiten eines Fach- oder Studienbereichs vergeben. Nominierungen für den Preis beziehen sich auf Best-Practice-Modelle und können Konzepte, Maßnahmen, Projekte, Lehrveranstaltungen, persönliches Engagement, Verfahren oder andere Ansätze im Bereich der Lehre beinhalten. Es können Personen oder Gruppen aus allen Qualifikationsebenen (von Studierenden bis Professorinnen und Professoren) vorgeschlagen werden.

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