Chemittchen und die Fachbereich 07 Zwerge

21.12.2015

Chemittchen und die Fachbereich 07 Zwerge

Die Weihnachtsvorlesung des Fachbereichs Chemie am 18.12.2015

Kurz vor 9 Uhr: Die ersten Studierenden treffen ein. Ganz offensichtlich keine Anfänger, denn gekonnt platzieren sie ihre mitgebrachten Decken, Sitzkissen und Kartenspiele vor der Treppe zum oberen Eingang des Kekulé-Hörsaals und verkünden siegesgewiss „diesmal bekommen wir garantiert einen Sitzplatz“!

10 Uhr: In der Vorlesungsvorbereitung vervollständigt sich langsam das WeiVo-Team, nachdem die gestrige Probe erst weit nach Mitternacht endete. Draußen beginnt die Fachschaft den Glühwein zu erhitzen.

11 Uhr: Vor dem Eingang haben sich zu diesem Zeitpunkt schon weit über einhundert Studierende versammelt. Der Glühwein ist heiß, das „Vorglühen“ beginnt und die WeiVo Filme der letzten Jahre werden auf die Hörsaalwand projiziert. Die Stimmung ist ausgelassen und erwartungsvoll.

12 Uhr: Der Besucheransturm nimmt immer noch zu. Man steht jetzt dichtgedrängt, der Glühwein ist bereits alle und der Losverkauf ist ins Stocken geraten, da niemand mehr seinen hart umkämpften Stehplatz aufgeben will.

12:30 Uhr: Krisensituation in der Vorbereitung. Ein Gasbombenventil lässt sich plötzlich nicht mehr öffnen. Prof. Plenio und seine Mitarbeiter leisten Feuerwehrhilfe – der Versuch ist gerettet. Draußen werden die Wartenden langsam ungeduldig. Prof. Meusinger macht das „Bad in der Menge“ und verkündet den tapfer Ausharrenden die baldige Öffnung der Hörsaaltüren. Manche stehen bereits seit über drei Stunden an! Sprechchöre wie „Die Mauer muss weg!“ schallen laut durch das Chemiegebäude.

12:45 Uhr: Einlass! Wie bei einem Dammbruch strömen die Studierenden durch die großen Flügeltüren in den Kekulé-Hörsaal.

13 Uhr: Jetzt könnte es eigentlich losgehen, wenn nicht der Kanzler der Universität zum Sparen aufgerufen hätte und ausgerechnet bei der letzten Vorlesung des Jahres damit ernst machen will. Noch nie zuvor war die Chemie-Weihnachtsvorlesung so bedroht! Es gab nur noch eine allerletzte Chance die Weihnachtsvorlesung zu retten – aus dem leeren Stroh, welches das ganze Jahr über gedroschen wurde, mussten die Chemiker um Michael Reggelin, Reinhard Meusinger und Stefan Immel einen Haufen Gold machen. Bekanntlich klappte das ja schon mal in einem Märchen, aber wie setzt man dieses Wissen praktisch um? Nachdem es Prof. Reggelin erst einmal mit einer Reihe von retrosynthetischen Tricks versuchte, kam ihm glücklicherweise der Märchenerzähler Reinhard Meusinger zur Hilfe und dann kehrten auch die „Fachbereichs 07 Zwerge“ gerade noch rechtzeitig von „Chemittchen“ zurück. Eine märchenhaft schöne Experimentalvorlesung begann, in welcher das Auditorium genau 79mal „Au“ rufen musste, bis der Weihnachtsmann schließlich das langersehnte „flüssige Gold“ hereinbrachte – verwahrt in einem Holzfass der Grohe Brauerei…

Anmerkung des WeiVo-Teams

Wie in der Vorlesung bereits angekündigt, werden wir den Erlös aus den Lotterieeinnahmen spenden. Die Summe von ca. 500 Euro wird in den nächsten Tagen den Eltern eines behinderten Kindes (Spendenaktion „Ein Herz für Kinder“) persönlich überreicht. Wir bedanken uns bei unserem Publikum und bei allen die uns unterstützt haben!

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