Der RING

22.12.2016

Der RING

Die Weihnachtsvorlesung des Fachbereichs Chemie am 16.12.2016

Fast unbemerkt bedrohten dunkle Mächte die TU kurz vor dem Jahresende, denn DER RING „die Studenten zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden“ ist auf der Lichtwiese aufgetaucht. Doch ein Leben wie Saurons Sklaven kommt für die standhaften Professoren Michael Reggelin und Reinhard Meusinger nicht in Frage. Und so kämpften sie bei der diesjährigen Chemie-Weihnachtsvorlesung gemeinsam mit ihren Mitarbeitern mit allen chemischen Mitteln die sie aufbieten konnten, um den RING zu zerstören und damit die Herrschaft über den Kekulé Hörsaal zurückzugewinnen.

Und genau vor diesem hatte sich schon eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn eine große Anzahl von Student(inn)en zum „Vorglühen“ versammelt und wartete geduldig auf den Einlass, während die Fachschaft kostenlosen Glühwein ausschenkte und die WeiVo Filme der letzten Jahre zeigte. Nach dem unvermeidlichen Gerangel um die besten Plätze im hoffnungslos überfüllten Hörsaal, fanden erstaunlicherweise wieder (fast) alle einen Platz, auch wenn es manchmal nur ein Stehplatz hinter der letzten Sitzreihe ist. Erstmalig begann die WeiVo mit neun (!) Werbefilmen, in denen die Arbeitskreise Albert, Biesalski und Brunsen, Busch, Etzold, Müller-Plathe, Rehahn, Schmitz, Thiele und die Fachschaft auf unterhaltsamste Weise ihr vergebliches Bemühen DEN RING zu zerstören zur Schau stellten. Dabei kamen bisher völlig ungeahnte Talente zum Vorschein, wie beispielsweise beim großartigen „Ich hab` Polymer“ Rap Song der Gruppe Bush_ido. Nachdem das Publikum miterlebte wie sich das feurige Auge Saurons öffnete, während DER RING unter den Klängen von „Walküre“ Opernmusik geschmiedet wurde, folgten die Filme vom AK Reggelin. Die Mitarbeiter, die sich darin als biertrinkende Hobbits entpuppten, entschließen sich darin gemeinsam mit ihren Gefährten DEN RING im Schicksalsfeuer des Kekulés zu zerstören. Über die eindrucksvollen Show Experimente die ihren beschwerlichen Weg darstellten, schrieb das Darmstädter Echo: „…es brodelte, dampfte und knallte aus Flaschen und Gläsern, über allem erschien plötzlich flackernd das riesige Auge Saurons. Feuerbahnen loderten farbig, an der Decke installierte Luftballons platzten eindrucksvoll und kleine Explosionen erzeugten einen so gleißenden Schein, dass niemand hineinsehen durfte. Mit Musik untermalt, folgte der reibungslose Ablauf einer durchaus bemerkenswerten Dramaturgie. Das Chemieteam wuselte hin und her, den Feuerlöscher griffbereit…“ Dieser kam aber nur am Ende zum Einsatz und alle Zuschauer konnten sich glücklich schätzen, egal ob sie nun ein rotes oder ein blaues Los gezogen hatten, denn jeder gewann ein „MonChemie“. Und wer nach der Veranstaltung noch einen Becher Grohe Bier aus dem von der Darmstädter Privatbrauerei spendierten Holzfass ergattern konnte war wohl vollends glücklich. Denn „jetzt kommt die Zeit, oho, in der das Wünschen wieder hilft…“

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