Workshop der VolkswagenStiftung zu „Nanoconfinement“

05.08.2026

Im Rahmen eines „Scoping Workshops“ zum Thema „Nanoconfinement in der Chemie“ der VolkswagenStiftung haben 30 der führenden Expertinnen und Experten auf diesem Gebiet einen „Perspective Article“ (PDF-Datei) (wird in neuem Tab geöffnet) veröffentlicht. Darin erörtern die Autor:innen, darunter Professorin Annette Andrieu-Brunsen vom Fachbereich Chemie der TU Darmstadt, offene Forschungsfragen zur Leistungsfähigkeit von Materialien und der sich abzeichnenden Auswirkungen begrenzter Räume.

Sie schlagen vor, die Materialfunktion aus der Perspektive des „Nanoconfinement“ – also winziger Räume im Nanobereich wie Poren, Kanäle und Hohlräume – als übergreifendes Gestaltungsprinzip zu betrachten und zu einem neuen Konstruktionsprinzip für Materialien zu entwickeln. Durch die gezielte Gestaltung der Struktur und Funktionalität dieser begrenzten Räume sei es möglich, Reaktivität, Transport und Materialeigenschaften auf eine Weise zu steuern, die bisher unerreicht ist. Diese Perspektive hebt die Nanobegrenzung als ein verbindendes Prinzip hervor, um Funktionen zu programmieren und wichtige gesellschaftliche Herausforderungen in den Bereichen Energie, Wasser, Gesundheit und Nachhaltigkeit anzugehen. Inspiriert von der bemerkenswerten Präzision der Natur bei der biomolekularen Steuerung werden sechs repräsentative Bereiche vorgestellt, in denen begrenzte Räume Technologie verändern: Chromatographie, Katalyse, Nanofluidik, bioinspiriertes Porendesign, durch Begrenzung programmierte Materialzustände und datengesteuerte Materialentwicklung.

Mit „Scoping Workshops“ möchte die VolkswagenStiftung zur Reflexion und Weiterentwicklung disziplinärer wie interdisziplinärer Forschungsgebiete und -communities beitragen. Wissenschaftler:innen erhalten im Rahmen einer Förderung die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Forscher:innen eine Standortbestimmung ihres Forschungsgebietes vorzunehmen und davon ausgehend Perspektiven für dessen weitere Entwicklung zu erarbeiten. bjb