DFG bewilligt zweite Förderperiode für den Sonderforschungsbereich 1487 „Eisen, neu gedacht!“
15.05.2026
Darmstadt, den 15.05.2026 – Für eine nachhaltige Zukunft müssen Materialien und Prozesse, die auf seltenen, toxischen oder kritischen Elementen basieren, grundlegend überdacht werden. Solche Elemente finden sich beispielsweise in moderner Elektronik, Katalysatoren in der chemischen Industrie oder magnetischen Materialien für technische Anwendungen. Der Sonderforschungsbereich (SFB) „Eisen, neu gedacht!“ an der TU Darmstadt widmet sich dieser globalen Herausforderung. Aufgrund seiner überzeugenden wissenschaftlichen Erfolge wird der SFB ab Sommer 2026 in einer zweiten Förderperiode bis Ende 2029 weitergeführt.
Unter der Leitung seiner Sprecherin Prof. Dr. Ulrike Kramm an der TU Darmstadt, bündelt der SFB das Fachwissen zu Eisen unter Beteiligung der beiden anderen Rhein-Main-Universitäten Frankfurt und Mainz sowie den Partneruniversitäten Heidelberg, Paderborn, Bayreuth, der TU München, und des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion.
Eisen ist allgegenwärtig, günstig und umweltfreundlich. Seine Vielseitigkeit macht es zum idealen Ausgangsstoff für neue nachhaltige, funktionale Materialien – etwa in der Katalyse oder im Magnetismus. Doch seine hohe und oft unkontrollierte Reaktivität erschwert bisher den breiten Einsatz. Im Zentrum des SFB steht die Vision, dass mit Hilfe der Chemie die Umgebung von Eisen so moduliert werden kann, dass seine Reaktivität und Eigenschaften für nachhaltige Anwendungen gezielt gesteuert werden können. Die potenziellen Anwendungsfelder sind weitreichend: von der Katalyse für eine nachhaltige industrielle Produktion von Basischemikalien, zur Brennstoffzelle im Bereich Automotive, bis hin zu neuartigen magnetischen Materialien für Kühlsysteme und Windkraftanlagen.