Darmstädter Forscher koordinieren die Validierung neuer Wirkstoffkonzepte

08.07.2020

Darmstädter Forscher koordinieren die Validierung neuer Wirkstoffkonzepte

Verbesserte Inhibitoren (links) binden noch selektiver das Protein FKBP51 (Mitte), das einen neuen Ansatzpunkt zur Behandlung von chronischen Schmerzen darstellt (rechts)
Verbesserte Inhibitoren (links) binden noch selektiver das Protein FKBP51 (Mitte), das einen neuen Ansatzpunkt zur Behandlung von chronischen Schmerzen darstellt (rechts)

Neue molekulare Ansatzpunkte sind die Schlüssel zur verbesserten Behandlung von chronischen Schmerzen oder auch multiresistente Tuberkulose. Im neu bewilligten BMBF-Verbundprojekt „51TaValP“, das von Prof. Felix Hausch von der TU Darmstadt koordiniert wird, soll geprüft werden, ob durch die Blockierung des Protein FKBP51 chronische Schmerzen gemildert werden können. In umfangreiche Voruntersuchungen konnte bereits nachgewiesen werden, dass dies durch ein genetisches Ausschalten von FKBP51 in Tiermodellen möglich ist. Nun soll in einem interdisziplinären Team mit Forschern der Universitäten Frankfurt, Heidelberg und des Imperial College London sowie des Fraunhofer Institut IME Frankfurt geklärt werden, ob dies auch durch eine pharmakologische Behandlung möglich ist, welche molekularen und zelluläre Mechanismen dabei eine Rolle spielen und welche Rolle FKBP51 bei chronischen Schmerzen im Menschen spielt. Dabei können die Forscher auf verbesserte Wirkstoffe zurückgreifen, die durch den Pioneer Fund der TU Darmstadt und der ENTEGA ermöglicht wurden.

Darüber hinaus ist die Arbeitsgruppe von Prof. Hausch auch am neu bewilligten Verbundprojekt GSS-TUBTAR beteiligt, bei der in Kooperation mit Forschern aus Tübingen und dem Forschungszentrum Borstel ein neuer Ansatz zur Behandlung für Tuberkulose gefunden werden soll.

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